
Wenn wir als Kind nicht einschlafen konnten, brachte uns die Mama eine warme Milch ans Bett. Heute, wenn wir selbst dafür sorgen müssen, ins Land der Träume zu finden, bedienen wir uns einem ähnlichen Einschlaftipp aus dem Ayurveda: einer warmen Milch, die mit Adaptogenen und warmen Gewürzen angereichert ist. Die sogenannte Mondmilch, im Lifestylebereich als Moon Milk bekannt, ist derzeit in aller Munde – im wahrsten Sinne des Wortes. Sehen wir uns an, was sich hinter dem Einschlaf-Getränk verbirgt!
Warme Milch im Ayurveda
Wie auch in unserem Sortiment, kommen tierische Produkte im
Ayurveda eigentlich selten vor. Eigentlich – denn bei Milch macht die Naturkunde
eine Ausnahme. Besonders Kuhmilch wird im Ayurveda als wertvoll empfunden. In
ayurvedischen Schriften wird sie als nahrhaftes Lebensmittel, als
Anti-Aging-Helfer und als Rasayana beschrieben. Als solche werden Naturprodukte
bezeichnet, die eine stärkende und vitalisierende Wirkung auf uns haben sollen.
Die Naturkunde geht davon aus, dass Milch unseren Organismus
beruhigen, unseren Appetit anregen und vor allem die Doshas Vata und Pitta
ausgleichen soll. Dass hiermit ausschließlich Milch aus bester, natürlichster
Qualität beschrieben hat, versteht sich von selbst. Industriemilch und jegliche
mit Zucker versetzten Produkte sind ausgeschlossen. Damit Milch aus vedischer
Sicht diese Wirkungen erbringen kann, muss sie jedoch eine Voraussetzung
erfüllen: sie muss warm sein.
So wird Milch verträglich
Im Ayurveda geht man davon aus, dass unser Körper warme
Milch viel besser verarbeiten kann als kalte. Vor dem Verzehr sollte das
Getränk mehrmals abgekocht werden – am besten zusammen mit Gewürzen. Durch
diese Aufbereitung würde die Milch für unseren Organismus noch verträglicher. Empfohlen
werden vor allem warme Gewürze. Sie sollen eine beruhigende Wirkung auf unseren
Körper haben. Und wenn wir schon bei der beruhigenden Wirkung sind, holen wir
uns doch gleich noch eine zweite Gruppe an Naturprodukten ins Boot: Adaptogene.
Anti-Stress mit Adaptogenen
Adaptogene sind Naturprodukte, denen eine ausgleichende
Wirkung auf unseren Körper nachgesagt wird. Ashwagandha, Maca, Reishi und Co.
wachsen in der Natur unter schweren Bedingungen auf. In extremer Kälte oder
außergewöhnlicher Hitze haben sie gar keine andere Wahl, als eine extreme
Widerstandsfähigkeit zu entwickeln. Dass Sie diese schwere Zeit durchstehen
müssen, tut uns jedoch nur halb so leid. Denn wir profitieren davon auf ganzer
Linie.
Ebenso wie es die Naturprodukte schaffen, trotz schwerster
Umweltbedingungen cool zu bleiben, helfen sie uns, Stress im Alltag besser
wegstecken zu können. Wann wir diese Wirkung besonders gut gebrauchen können?
Richtig, vor dem Schlafengehen. Wenn wir den Tag abschließen und unseren
Organismus ins Land der Träume schicken wollen. In der sogenannten Mondmilch sind
Adaptogene daher genau richtig.
Moon Milk – das Grundrezept
Für die Basis der Moon Milk benötigen wir lediglich drei Zutaten:
1. Milch
Wie es der Name schon sagt, wird die Moon Milk mit Milch
zubereitet. Ob Sie dabei das tierische Produkt verwenden oder zu einer pflanzlichen
Alternative greifen, bleibt Ihnen überlassen. Wir verwenden besonders gerne Cashew-
oder Mandelmilch. Die Milchdrinks auf Pflanzenbasis kommen dem Geschmack des
Getränks sehr zugute.
2. Gewürze
Wie bereits angedeutet, wird manchen Gewürzen im Ayurveda eine beruhigende Wirkung nachgesagt. Zu diesen zählen unter anderem Kurkuma, Zimt, Nelken, Safran, Kardamom und Ingwer. Schon beim Gedanken an die warmen Gewürze wollen wir uns am liebsten gleich bei Kerzenlicht in eine gemütliche Decke kuscheln und entspannen. Von dieser Station ist es ins Land der Träume praktischerweise auch nicht mehr weit.
3. Adaptogene
Die dritte Zutat in unserer Moon Milch sind effektive Naturprodukte, genauer gesagt Adaptogene. Besonders beliebt ist Ashwagandha, zu Deutsch Schlafbeere. Wenn es sogar nach ihm benannt ist, muss das Kraut wohl wirklich eine besondere Beziehung zu unserer Ruhephase haben. Mindestens genauso gefragt in der Moon Milk ist Reishi, der sogenannte Pilz der Unsterblichkeit. Auch Tulsi, das heilige Basilikum, ist gerne gesehen.
4. Extras nach Ihrem Geschmack
Um die Moon Milch perfekt auf unseren Geschmack anzupassen,
verfeinern wir sie zum Schluss nach Lust und Laune mit allem, was uns lieb ist.
Sie haben Beeren gern? Ab ins Glas mit ihnen. So wird die Milch ganz nebenbei
zum Beauty Drink. Kakao ist Ihr Einschlafgeheimnis? Auch der passt super zur
Moon Milk – nicht zuletzt dank seiner vielen Antioxidantien.
Die Grundzutaten hätten wir somit beisammen. Was uns jetzt
noch fehlt? Die Rezepte! Das lassen wir uns nicht zweimal sagen.
Ashwagandha Lavendel Moon Milk
Lavendel gilt in der natürlichen Kräuterkunde als
ausgleichendes Kraut. Der angenehme Duft soll bei Aufregung und Nervosität
entspannend wirken und das Gemüt beruhigen. Um dieses Ziel zu erreichen,
stellen wir dem wohlriechenden Kraut Ashwagandha an die Seite; ein Kraut, das
in ayurvedischen Einschlafroutinen einen festen Platz hat. Das dritte
Naturprodukt im Bunde dieser leckeren Moon Milk ist roher Kakao. Ein paar
glückliche Gedanken im Schlaf kommen einem guten Schlaf sicher zugute.
Die Zutaten:
• 250ml Cashewmilch
• 50g Cashewkerne
• 1 TL rohes Kakaopulver
• 1 TL Ashwagandha Pulver
• 1 TL getrocknete Lavendelblüten
• 1 Prise Himalaya Salz
Und so geht’s:
Wir geben Mandelmilch und Cashewkerne in den Mixer, der
daraus eine cremige Basis für unsere Moon Milk zaubert. Diese erwärmen wir
anschließend bei geringer Hitze und rühren Ashwagandha sowie Kakaopulver unter.
Die Lavendelblüten geben wir ebenso hinzu. Der Mix darf nun einige Minuten vor
sich hin köcheln. Die Moon Milk mit Ashwagandha und Lavendel können Sie nun
entweder direkt oder durch ein Sieb in Ihre Tasse gießen. Zum Abschluss lassen
wir noch eine Prise Himalaya-Salz darüber rieseln – fertig!
Tulsi Camu Camu Moon Milk
Vor allem in Ländern mit einer verbreiteten Fastenkultur hat
die Mandelmilch eine lange Tradition. Gleiches gilt für Tulsi, das sogenannte
„heilige Basilikum“, dessen Ursprung in Südostasien liegt. Bekannt für seine
adaptogene Wirkung, wird dem Kraut eine harmonisierende Wirkung auf den Körper
nachgesagt. Sein Geschmack lässt sich am besten als Basilikum mit exotischem
Touch beschreiben: erfrischend und überraschend zugleich. Perfekte Begleiter
für Tulsi sind für uns daher fruchtige Aromen heimischer und exotischer Natur.
Die Zutaten:
• 250ml Mandelmilch
• 50g Himbeeren
• 1 TL Tulsi Pulver
• 1 TL Camu Camu Pulver
Nachdem wir Himbeeren püriert haben, geben wir sie zusammen
mit der Mandelmilch in einen Topf. Wir erhitzen die Masse bei niedrigen
Temperaturen und rühren unsere Superfood Pulver ein. Unter Rühren darf der
Milch-Mix sich nun noch ein paar Minütchen in der Wärme ausruhen, bevor er
direkt in unsere Tasse fließt.
Kokos Reishi Moon Milk
Kokos und Datteln in Kombination schmecken in etwa so, wie
wir uns einen aromatischen Urlaub vorstellen würden. Die fruchtige Süße und der
nussige Geschmack unserer Lieblingsnuss werden perfekt durch die erdige Note
des Reishi Pilzes ergänzt. Der Vitalpilz zählt zu den beliebtesten Pflanzen der
traditionellen chinesischen Kräuterkunde, wo er gerne in den Abendstunden
eingenommen wird. Das krönende Finale bildet das Weihnachtsgewürz Nummer eins:
Zimt.
Die Zutaten:
• 250ml Kokosmilch
• 2 getrocknete Datteln
• 2 EL Kokosraspeln
• 1 TL Reishi Pulver
• 1 TL Zimt
Zusammen mit etwa der Hälfte der Kokosmilch geben wir die getrockneten
Datteln sowie die Kokosraspeln in den Mixer. Dieser darf nun so lange pürieren,
bis er eine sämig Masse erzeugt hat. Wir gießen die Milch in einen Topf und
erwärmen sie bei geringer Temperatur. Reishi Pulver rühren wir dabei unter –
ebenso wie einen Teelöffel Zimt. Der Duft steigt uns schon in die Nase. Höchste
Zeit, dass auch unsere Geschmacksknospen die Moon Milk genießen dürfen.
Shatavari Kardamom Moon Milk
Shatavari gilt im Ayurveda als Kraut für die Frau. Wie es zu
diesem Spitznamen kommt, erklärt uns die Übersetzung seines Namens. Im
Deutschen steht Shatavarai für „Die Frau, die 100 Männer besitzt“. All die
Power, die frau für diese Mammutaufgabe benötigt, soll ihr laut ayurvedischer
Kräuterkunde Shatavari schenken. Kein Wunder, dass das Kraut in einem vedischen
Speiseplan einen festen Platz hat. Da die Pflanze auch als Adaptogen gilt, ist
sie auch in der Gute-Nacht-Milch gerne gesehen. Deren Geschmack zur Liebe
stellen wir dem Frauenkraut Kardamom und Hanfsamen an die Seite.
Die Zutaten:
• 250ml Hafermilch
• 2 Kardamom Kapseln
• 1 TL Shatavari Pulver
• 1 TL Hanfsamen
So geht’s:
Wir erwärmen die Hafermilch in einem Topf. Die
Kardamomkapseln und die Hanfsamen gesellen sich dazu. Die Milch darf nun bei
geringer Hitze einige Minuten köcheln. Anschließend rühren wir das Shatavari
Pulver ein und gönnen dem Mix nochmals ein paar entspannte Momente in der Wärme.
Anschließend gießen wir die Milch durch ein Sieb in unsere Tasse und freuen uns
schon aufs ruhige Schlummern.
Pfeffer Kurkuma Moon Milk
Kurkuma, der indische Gelbwurz, ist aus dem indischen
Ayurveda nicht wegzudenken. Die aromatische Wurzel findet sowohl in der Küche
als auch im Badezimmer auf vielfältige Art und Weise Verwendung. Da Kurkuma als
warmes Gewürz gilt, erfreut sich der Genuss besonders am Ende des Tages großer
Beliebtheit. Um diese Wirkung zu unterstützen, stellen wir der Wurzelknolle mit
Pfeffer und Ingwer zwei Gleichgesinnte zur Seite. In nussiger Buchweizenmilch
fühlen sich die beruhigenden Aromen besonders wohl.
Die Zutaten:
• 250ml Buchweizenmilch
• 1 TL Kurkuma Pulver
• 1 Stück Ingwerknolle
• 1 Prise Pfeffer
So geht’s:
Wir geben die Buchweizenmilch in einen Topf und erwärmen sie
bei geringer Temperatur. Den gemahlenen Pfeffer sowie eine Scheibe der
Ingwerknolle von etwa einem Zentimeter Dicke geben wir hinzu. Ebenso wie das
Kurkuma Pulver. Der Mix darf nun einige Minuten ziehen. Nun müssen wir nur noch
die Ingwerscheiben entnehmen und schon ist unsere gelbe Mondmilch genussbereit.
Entspannt ins Land der Träume finden: Mit unseren fünf Rezepten
für leckere Moon Milks sind Sie bestens gewappnet. Wenn Sie nicht zur Ruhe
finden, haben Sie einen anderen Geheimtipp? Schreiben Sie uns! Wir freuen uns
auf Ihre Inspirationen.
Viel Spaß beim Ausprobieren!
Ihr Terra Elements Team